Forschungsethik

Damit sich die Medizin weiterentwickeln kann, ist Forschung mit Menschen wichtig. Dies erfordert ethische und rechtliche Rahmenbedingungen. Die SAMW setzt sich mit Themen der Forschungsethik auseinander und stellt Hilfsmittel für die Praxis zur Verfügung.

Vorlage Generalkonsent

Seit 2014 ist die medizinische Forschung in der Schweiz mit dem Humanforschungsgesetz (HFG) umfassend geregelt. Das HFG lässt unter bestimmten Voraussetzungen einen sogenannten Generalkonsent (GK) zu. Damit können Personen in die Verwendung ihrer Daten und Proben für Forschungsprojekte einwilligen. Um schweizweit eine einheitliche Grundlage für diese informierte Zustimmung zu schaffen, haben die SAMW und die Schweizerischen Ethikkommissionen für die Forschung am Menschen (swissethics) eine Vorlage GK Schweiz entwickelt und diese 2017 als Empfehlung veröffentlicht. Gestützt auf die Erfahrungen mit der ersten Vorlage GK hat eine Arbeitsgruppe der Universitätsspitäler eine weiterentwickelte Fassung ausgearbeitet, die im Herbst 2018 genehmigt wurde. Mit dieser gemeinsamen Vorlage der Universitätsspitäler wurde ein Meilenstein erreicht und die SAMW hat Anfang 2019 beschlossen, die Arbeiten am harmonisierten GK zu beenden.

 

Mehr Informationen zur harmonisierten Vorlage Generalkonsent

 

 

Leitfaden «Forschung mit Menschen»

Mit dem Leitfaden «Forschung mit Menschen» bietet die SAMW Forschenden und Mitgliedern von Forschungsethikkommissionen einen verständlichen Überblick über die komplexen rechtlichen Regelungen des HFG. Gleichzeitig vermittelt der Leitfaden eine ethische Grundhaltung, die notwendig ist, damit potentielle Forschungsteilnehmende, Politik und Öffentlichkeit die Forschenden als vertrauenswürdig wahrnehmen können.

 

Leitfaden: Forschung mit Menschen (2015)

 

Zur konkreten Frage der Aufklärung von Forschungsteilnehmenden hat die SAMW bereits 2012 Stellung genommen:

 

Positionspapier: Schriftliche Aufklärung im Zusammenhang mit Forschungsprojekten (2012)

 

 

Therapie im Einzelfall

Neue Behandlungen werden in der Regel in Forschungsprojekten wissenschaftlich evaluiert. Eine neuartige Behandlung kann aber auch unabhängig von der Durchführung eines Forschungsprojekts, aufgrund einer Therapieentscheidung bei einer einzelnen Person zur Anwendung kommen. Man spricht dann von einer «experimentellen Therapie im Einzelfall».

 

Richtlinien: Abgrenzung von Standardtherapie und experimenteller Therapie im Einzelfall (2015)

 

 

 

 

KONTAKT

lic. iur. Michelle Salathé
Leitung Ressort Ethik