Die Digitalisierung prägt die medizinische Praxis nachhaltig. Digitale Anwendungen können die Versorgungsqualität verbessern, Abläufe unterstützen und neue Formen der Zusammenarbeit eröffnen. Zugleich stellen sie Gesundheitsfachpersonen vor neue medizin-ethische, rechtliche und praktische Fragen. Die Zentrale Ethikkommission (ZEK) der SAMW reflektiert diese Entwicklungen und trägt dazu bei, sie verantwortungsvoll in die klinische Praxis zu integrieren.
Die Medizin gehört zu den Bereichen, in denen besonders tiefgreifende Prozesse der digitalen Transformation erfolgen. Sie versprechen konkrete Vorteile: effizientere und kostensparende Abläufe, eine Qualitätssteigerung bei Diagnostik und Therapie oder die bessere Einbindung von Patientinnen und Patienten in die medizinische Entscheidungsfindung. Gleichzeitig stellen sich Fragen, die genuin ethischer Natur sind. Zum Beispiel zur Wahrung der Autonomie, zur Verantwortung im klinischen Entscheidungsprozess und zur Gestaltung der Arzt-Patient-Beziehung.
Um die Chancen der Digitalisierung in der Medizin verantwortungsvoll zu nutzen, ist eine gezielte Reflexion der Risiken und die Adressierung der ethischen Probleme nötig.
Stellungnahmen in Erarbeitung
Im Auftrag der ZEK sind zwei Stellungnahmen in Erarbeitung:
Klinische Informationssysteme (folgt demnächst)